Brandschutz

Bauliche Anlagen müssen so beschaffen sein, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird (§ 17 I BauO NRW). Die Anforderungen werden in den §§ 29 ff BauO NRW beschrieben.

Mit dem statischen und konstruktiven Brandschutznachweis wird festgelegt wie die Bauteile ausgeführt werden müssen, damit sie den Brandschutzanforderungen entsprechen. Vorbeugende Anlagentechnische und organisatorische Maßnahmen können als Ausgleichende Maßnahmen berücksichtigt werden.

Für weitergehende Anforderungen an den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz wird bei größeren Gebäuden ein Brandschutzkonzept erarbeitet. Die Inhalte sind in § 9 BauPrüfVO festgelegt. Wann ein Sachverständiger beauftragt werden muss, ergibt sich aus der Bauordnung oder aus Auflagen der Baubehörde.

Zu beachten ist, dass bei Nutzungsänderungen und –erweiterungen, Umbaumaßnahmen und Sanierungen die in die Substanz eingreifen, der Bestandsschutz entfällt und die neusten Vorschriften eingehalten werden müssen (§87 BauO NRW). Eine frühzeitige Beratung ist daher sehr sinnvoll.

Aus der Rechtsprechung: (OVG Münster Az. 19 A 363/86 vom 11.12.1987) 

„… Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss. …“

Ca. 70 % der von einem Großbrand betroffenen Unternehmen müssen Insolvenz anmelden.

Für Betriebe empfiehlt es sich einen entsprechenden Notfallplan zu erarbeiten.

Eine Beratung und ein Ausarbeitung der Konzepte kann über unser Ingenieurbüro erfolgen.